Dorfkirche St. Margarethen in Gera-Tinz
Die Margarethenkirche in Tinz gehört zu den ältesten Gotteshäusern im Raum Gera. Ihr Pfarrer war Kaplan der Vögte auf Schloss Osterstein.
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Architektonisches Relikt noch des frühen 13. Jahrhunderts ist das Turmuntergeschoss. Unter den zahlreichen Umgestaltungen war der Abbruch des Langhauses (1838) der folgenschwerste. Freilich: das Langhaus war eine Baumaßnahme des 15. Jahrhunderts, die sich aus der Beliebtheit der Kirche als Wallfahrtsort der Heiligen Margarethe erklärte, an deren Jahrestag (13. Juli) Ablass gespendet und ein Jahrmarkt gehalten wurde. Die Kirche besaß damit eine hohe Attraktivität auch als Pfründe. Um 1500 entstehen eine Reihe sakraler Kunstwerke. Mit dem Einzug der Reformation verblieb von der Innenausstattung jedoch außer dem Kruzifix nur der 1497 datierbare, qualitätvolle Flügelaltar des Zeitzer Meisters Matthias Plauener. Im geöffneten Zustand (Festtagsseite) zeigt er in der Mitte die Gottesmutter als Mondsichelmadonna, zu ihrer Rechten die Heilige Margarethe mit dem Drachen und, außen, die Heilige…
Im Januar 2014 wurde eine neue Informationsbroschüre über die Baugeschichte und die Innenausstattung der Tinzer Kirche und des benachbarten Gemeindehauses herausgegeben. Die Faltbroschüre kann in der Gera-Information (Markt 1A), zu Gästeführungen oder zu Gottesdiensten und Veranstaltungen wie Offene Kirche/Sommerfest direkt in Tinz erworben werden.